Naturheilverfahren

Phyto - Therapie

Ist ein Zweig der Naturheilkunde, sie beschreibt die Behandlung von Krankheiten und deren Vorbeugung mit Arzneimitteln aus Pflanzen und deren Teilen (z.B. Blüten, Blätter, Kraut, Wurzel) oder bestimmten Zubereitungen aus denselben (z.B. Tee).

Aromatherapie

Behandlung von Krankheiten mit Pflanzenessenzen; ist eine vorbeugende und zugleich heilende Methode, die sowohl zum innerlichen als auch äußerlichen Gebrauch ätherische Öle verwendet.

Homöopathie

Die Homöopathie sucht nach dem geeigneten Mittel für den individuellen Fall. Dabei müssen die Umstände und besondere Merkmale des einzelnen Beschwerdefalls genau eingegrenzt werden, um das passende Mittel herauszufinden. 

MOXA

So großartig viele Entdeckungen unseres Jahrhunderts sind, so wirksam sind noch viele alte und uralte Methoden, deren Ursprung wir oft kaum noch kennen. Die Moxabution ist ein uraltes asiatisches Heilverfahren, älter als die bekanntere Akupunktur. Der Name setzt sich aus dem japanischen Pflanzennamen "Mogu sa" (lateinisiert = Moxa), das dem echten Beifuss entspricht, und dem lateinischen Verb "comburere" (= verbrennen) zusammen und bedeutet Erwärmen bestimmter Reizpunkte mit glimmendem Beifuss. Aufmerksam geworden ist man auf dieses Verfahren durch die Feststellung, dass es in China so gut wie keine Kaiserschnittindikation wegen Steißlagen gibt. Bei näherem Hinschauen entdeckte man dann, wie die Chinesen sich helfen. Bei dieser Methode wird am letzten Punkt des Blasenmeridians (Akupunkturpunkt) ein Hitzereiz mit dem Heilkraut Bleifuss ausgelöst. Dadurch drehen sich die Steißlagenkinder auch noch kurz vorm Termin problemlos in Kopflage.

Schon vor vielen Jahren wurde ein Erfahrungsbericht des Hamburger Arztes Prof. Hans Schadewald veröffentlicht, der von Untersuchungen an 2041 Frauen berichtet. 1841 Steißlage liegende Kinder haben sich durch diese Behandlung gedreht, also 90,3%, während sich Querlagen zu 100% drehten.

Dabei hat sich folgende Handhabung am besten bewährt: Bei offenem Fenster legt sich die Frau entspannt hin. Aus getrocknetem Beifuß und Zigarettenpapier dreht man eine feste Moxazigarette und haltet ihr glimmendes Ende so nah an den zuständigen Punkt, dass es gerade eben nicht weh tut, aber doch ein deutlicher Hitzereiz spürbar wird. Eine kleine Rötung, die auf der Haut entstehen kann, vergeht schnell. Täglich 10 Minuten an jedem Fuß genügen, damit sich das Kind dreht. Meist dreht es sich zwischen der ersten und der vierten Sitzung. Eine Dauer von mehr als zehn Tagen ist noch nie vorgekommen. Vielleicht ließe sich auch bei uns noch der eine oder andere Kaiserschnitt ersparen, wenn dieses so einfache Verfahren bekannter wäre.

Die Moxatherapie ist also bei Steiß- oder Querlagen des Kindes angebracht.

Unter der Geburt kann Moxatherapie schmerzlindernd, Wehen auslösend und Wehen verstärkend wirken.